Über die Postleitzahl 01689
Zwischen Meißen und Coswig, mit dem sie zusammengewachsen ist, liegt die Gemeinde Weinböhla am sonnigen Südwesthang der Elbtalsenke. Ihr Name geht auf das altsorbische Wort für „weiß, hell“ zurück, das sich auf die hier vorherrschenden Heidesandböden bezog, während der Zusatz „Wein-“ erst 1513 wegen des Weinanbaus an der Südhanglage hinzukam. Die Postleitzahl 01689 teilen sich Weinböhla und die nördlich angrenzende Gemeinde Niederau mit ihren Ortsteilen Gröbern, Großdobritz, Jessen, Oberau, Ockrilla und Gohlis.
In Weinböhla künden drei Aussichtstürme – Friedensturm, König-Albert-Turm und der restaurierte Wartturm – von der regen Bautätigkeit um die Jahrhundertwende. In Niederau steht mit dem Bahnhofsgebäude von 1842 das zweitälteste erhaltene Empfangsgebäude Deutschlands, durch den bis 1933 genutzten Oberauer Tunnel führte einst die Strecke Leipzig–Dresden. Ockrilla wiederum zählte zu Spitzenzeiten vierzehn Gasthäuser gleichzeitig.
In der Postleitzahl leben 14.718 Menschen auf 54,0 km², das entspricht 272 Einwohnern je Quadratkilometer. Weinböhla ist staatlich anerkannter Erholungsort und über die Staatsstraße 80 an die Autobahn 4 angebunden; ein Bahnhalt an der Strecke Dresden–Leipzig verbindet den Ort mit der Landeshauptstadt.