Über die Postleitzahl 01776
Zwischen Altenberg und Frauenstein, hoch oben auf dem Höhenrücken des Osterzgebirges direkt an der tschechischen Landesgrenze, liegt die kleine Gemeinde Hermsdorf/Erzgeb. mit ihren Ortsteilen Seyde und Neuhermsdorf, die zur Verwaltungsgemeinschaft Altenberg gehört. Beide Ortsteile bilden zusammen mit dem Hauptort fast die gesamte Postleitzahl 01776.
Um 1300 siedelten sich fränkische Bauern inmitten des damals noch dichten Erzgebirgswaldes an, um dessen Holzreichtum zu nutzen; benannt wurde der Ort nach seinem Lokator Hermann. Forst- und Landwirtschaft, der Handel mit dem nahen Böhmen und der Bergbau prägten seither das Leben in der Gemeinde, die dort liegt, wo die Wilde Weißeritz und die Gimmlitz jeweils entspringen. Im Ortsteil Neuhermsdorf steht das seit 1343 belegte Zollhaus, heute ein Hotel, nahe dem stillgelegten Bahnhof Hermsdorf-Rehefeld an der einstigen Bahnstrecke Nossen–Moldau. Rund drei Kilometer westlich erinnert die „Wüste Kirche“, ein von den Hussiten zerstörter Pilgerort auf dem Weg vom Kloster Osek nach Meißen, an die mittelalterliche Geschichte der Gegend.
Die Postleitzahl zählt 725 Einwohnerinnen und Einwohner auf 20,0 km², das entspricht 36 je Quadratkilometer. Bis 2015 trug Hermsdorf den Status eines staatlich anerkannten Erholungsortes.