Über die Postleitzahl 01778
Altenberg liegt im sächsischen Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, nahe der tschechischen Grenze, und ist mit seinem Stadtteil Geising über die PLZ 01778 fast vollständig abgedeckt. Namensgebend war der Zinnerzbergbau: Bergleute, die von Krupka her das Erzgebirge hinaufzogen, wurden um 1440 in Altenberg fündig, nachdem sie zuvor schon bei Zinnwald auf Vorkommen gestoßen waren. Die Ergiebigkeit der Lagerstätte ließ den Ort rasch wachsen, 1451 erhielt er Stadt- und Marktrecht. Geising selbst war bis Anfang 2011 eine eigenständige Stadt und wurde erst wegen seiner angespannten Finanzlage nach Altenberg eingemeindet.
Zu den weiteren Ortsteilen zählen Fürstenau, Fürstenwalde, Lauenstein, Liebenau und Löwenhain – kleine Waldhufen- und Reihendörfer, deren Gründung meist auf das 12. bis 14. Jahrhundert zurückgeht und häufig mit Rodungssiedlern oder böhmischen Glaubensflüchtlingen zusammenhängt. Gottgetreu etwa entstand erst zwischen 1729 und 1732, als evangelische Exulanten aus dem böhmischen Vorderzinnwald hier eine neue Heimat suchten. Der Bergbau prägt bis heute das Stadtbild: Das 1957 eröffnete Bergbaumuseum ist in einer sanierten Zinnpochwäsche aus dem 16. Jahrhundert untergebracht, und der Altenberger Zinnerzbergbau gehört zu den für das UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge vorgesehenen Stätten.
Auf 55,8 km² verteilen sich 2.692 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 48 Personen je Quadratkilometer. Durch Altenberg führt die Bundesstraße 170, die einst als Teilstück der Europastraße 55 den Grenzverkehr zwischen Sachsen und Böhmen über den Erzgebirgskamm trug. Nachbar-PLZ reichen von Glashütte im Norden bis zum benachbarten Liebstadt im Süden.