Über die Postleitzahl 02689
Im Süden des Landkreises Bautzen, nahe der tschechischen Grenze im Lausitzer Bergland, liegt die Postleitzahl 02689 mit der Gemeinde Sohland an der Spree und ihren Ortsteilen Taubenheim, Wehrsdorf sowie zahlreichen kleinen Ausbausiedlungen wie Wassergrund, Neudorf und Tännicht. Sohland zählt zu den einwohnerstärkeren Gemeinden des Landkreises.
Das Dorf wurde erstmals 1222 als Solant urkundlich erwähnt, wobei sein genaues Gründungsdatum unbekannt bleibt: Der Name deutet auf eine sorbische Gründung „am Bruch oder Sumpf“ hin, manche Autoren vermuten stattdessen eine ursprüngliche Wehrkirche gegen das nördlich angrenzende Land Budissin. Die einzelnen Ortsteile entwickelten sich sehr unterschiedlich, und ihre Bewohner lebten noch im 19. Jahrhundert entlang ethnischer Linien räumlich getrennt. Zu den ältesten erhaltenen Gebäuden zählt ein um 1750 errichtetes Umgebindehaus im Oberdorf, das älteste dieser Bauart im gesamten Landkreis. Am Hornsberg bei Äußerstmittelsohland förderte man in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts Nickelerz. Seit 1963 betreibt Sohland die nach Bruno H. Bürgel benannte Volks- und Schulsternwarte, und im Ortsteil Wassergrund erinnert die planmäßige Ansiedlung von 1779 auf Fluren des Ritterguts Taubenheim an die damalige Siedlungspolitik der Grundherren.
Auf 37,2 km² leben 6.350 Menschen, das ergibt eine Dichte von 171 Einwohnern je Quadratkilometer. Sohland liegt an der Bahnstrecke Oberoderwitz–Wilthen, benachbart ist im Norden die Postleitzahl 02681 mit Wilthen.