Über die Postleitzahl 02692
Südöstlich von Bautzen im Oberlausitzer Bergland liegt die Postleitzahl 02692, aufgeteilt auf die Gemeinden Großpostwitz mit den Ortsteilen Ebendörfel, Binnewitz und Eulowitz, Obergurig mit Singwitz sowie einen Teil von Doberschau-Gaußig mit den Ortsteilen Doberschau und Gnaschwitz.
Großpostwitz, erstmals 1331 als Bostewicz erwähnt, blieb bis weit ins 19. Jahrhundert hinein fast durchgehend sorbischsprachig, obwohl der Ort unmittelbar an der Sprachgrenze liegt – der Volkskundler Richard Andree hob dies 1874 eigens hervor; der letzte sorbische Pfarrer des Ortes wirkte hier noch bis 1968. Das ehemalige Bahnhofsgebäude an der 1877 eröffneten Strecke Bautzen–Bad Schandau dient seit 2022 als gemeinsames Verwaltungszentrum von Großpostwitz und Obergurig. In Doberschau erinnert die sogenannte Doberschauer Schanze, ein slawischer Burgwall am Steilhang des Spreetals, an eine vermutete Rolle im Verteidigungssystem der Milzener; der Überlieferung nach soll sogar ein verborgener Gang die Schanze mit dem einstigen Rittergut verbunden haben. Im Ortsteil Gnaschwitz prägt bis heute ein unterirdisch angelegtes Sprengstoffwerk aus den 1960er Jahren die Wirtschaft. Obergurig, dessen Name „oberes Dorf am Hügel“ bedeutet, unterstand anders als die meisten Nachbarorte nicht dem Bautzener Landvogt, sondern dem Hochstift Meißen.
Auf 38,9 km² leben 6.985 Menschen, das entspricht 180 Einwohnern je Quadratkilometer. Nachbar-Postleitzahlen sind 02625 mit Bautzen im Norden und 02681 mit Wilthen im Süden.