Über die Postleitzahl 02785
Südlich von Zittau, am Fuß des Zittauer Gebirges, liegt Olbersdorf, das diese Postleitzahl fast vollständig bildet und mit einem kleinen Randanteil auch die Gemeinde Oybin berührt. Olbersdorf gilt als der größte nichtstädtische Ort im Landkreis Görlitz. Erstmals wurde der Ort 1319 als „Albertsdorf“ erwähnt, die heutige Schreibweise setzte sich ab 1429 durch. Als Waldhufendorf im Tal des Goldbaches angelegt, blieb der Bach auch in Dürrezeiten wasserführend und trieb deshalb zahlreiche Mühlen an.
Schon in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts begann rund um Olbersdorf der Braunkohlebergbau; die für die 1980er Jahre geplante Erweiterung des Tagebaus ließ das alte Niederdorf verfallen, während im Oberdorf ein neues Wohngebiet mit Plattenbauten entstand. 1999 wurde der stillgelegte Tagebau im Rahmen der Sächsischen Landesgartenschau geflutet und ist seither als Olbersdorfer See Ziel von Sport und Erholung – dort fand 2014 auch die Cross-Triathlon-Weltmeisterschaft der ITU statt. Zur Industriegeschichte des Ortes gehörten einst bedeutende Webereien, Spinnereien und die Jutespinnerei Gustav Wäntig AG, vor 1945 eine der größeren Arbeitgeberinnen am Ort; heute produzieren nur noch wenige Textilbetriebe.
Auf 15,1 km² zählt die PLZ 02785 4.520 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 299 je Quadratkilometer. Die Vorwahl ist 03583. Angrenzend liegen die Postleitzahlen von Zittau, Jonsdorf und Oybin.