Über die Postleitzahl 02997
Südlich von Hoyerswerda, an der Schwarzen Elster, liegt die Kleinstadt Wittichenau im Landkreis Bautzen, deren Ortsteile Spohla, Sollschwitz, Kotten, Maukendorf, Hoske, Rachlau und Dubring diese Postleitzahl fast vollständig ausfüllen. Der Ort zählt zum amtlichen sorbischen Siedlungsgebiet, in dem in den Ortsteilen bis heute auch Sorbisch gesprochen wird.
Namensgebend war wohl ein Witego I. von Kamenz, der den Ort um 1248 gegründet haben dürfte, als er in der Gründungsurkunde des Klosters St. Marienstern als Witegenowe genannt wurde; bereits 1286 hieß der Ort ausdrücklich Stadt, und der sorbische Name Kulow geht auf das Wort für Beule oder Buckel zurück. Auf dem Marktplatz steht die Krabatsäule zu Ehren des kroatischen Offiziers Johann Schadowitz, dessen Leben als Vorbild der bekannten sorbischen Krabat-Erzählung gilt; begraben liegt er in der katholischen Pfarrkirche. Spohla war 1925 mit 99,4 Prozent sorbischer Bevölkerung der am stärksten sorbisch geprägte Ort im damaligen Kreis Hoyerswerda; während der NS-Zeit trug es zwischenzeitlich den Namen Brandhofen.
5.682 Menschen leben hier auf 60,9 km², das entspricht einer Dichte von 93 je Quadratkilometer.
Die Postleitzahl grenzt an die Gebiete um Elstra und Oßling, um Königswartha, um Hoyerswerda, um Bernsdorf sowie um Lohsa.