Über die Postleitzahl 06198
Salzatal, eine erst 2010 gebildete Einheitsgemeinde im Saalekreis in Sachsen-Anhalt, füllt mit ihren Ortschaften Salzmünde, Beesenstedt, Schochwitz, Höhnstedt, Zappendorf, Kloschwitz, Bennstedt und Fienstedt praktisch die gesamte Postleitzahl 06198. Sie liegt im nordwestlichen Saalekreis und grenzt westlich an Halle (Saale); das namensgebende Flüsschen Salza durchfließt sie von Süden nach Norden, während im Nordosten fast auf der ganzen Länge die Saale die Grenze der Gemeinde zieht.
Salzmünde, Sitz der Gemeinde, ist ein bedeutender vorgeschichtlicher Fundort: Er gab der neolithischen Salzmünder Gruppe der Trichterbecherkultur ihren Namen, zu der auch die auffälligen Scherbenpackungsgräber gehören. Im 19. Jahrhundert entstand hier zudem das Kurbad „Bad Neuragoczy“ um brom- und eisenhaltige Quellen, dessen Betrieb bis 1920 dauerte, bevor die Quellen zur Mineralwasser- und Limonadenproduktion genutzt wurden. Kalibergbau prägte mehrere Ortsteile: Bei Beesenstedt und in der Nähe von Kloschwitz förderten die Kaliwerke Wils und Johannashall zwischen 1902 und 1922 Kalisalze, bei Beesenstedt entschied 1263 zudem eine Schlacht den Thüringisch-hessischen Erbfolgekrieg zugunsten der Wettiner.
Über die Fläche von 109,6 km² verteilen sich 11.434 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 104 je km².
Im Osten grenzt die PLZ an Petersberg, im Westen an Gerbstedt und die Nachbargemeinde Teutschenthal.