Über die Postleitzahl 06311
Die Postleitzahl 06311 entspricht fast vollständig der Gemeinde Helbra im Landkreis Mansfeld-Südharz, die zwischen Mansfeld und der Lutherstadt Eisleben liegt und Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Mansfelder Grund-Helbra ist.
Der Name des Ortes wird volksetymologisch von seiner Lage auf halbem Weg zwischen Mansfeld und Eisleben abgeleitet – „halb ran“, in Mansfelder Mundart „helb ra“, woraus sich auch der örtliche Name „Hälwer“ entwickelt haben soll. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Helbra 1155. Die vergangenen anderthalb Jahrhunderte prägte die Industrialisierung: Mit der August-Bebel-Hütte stand hier die größte und letzte Kupferrohhütte der DDR, in der das kupferarme Erz der Mansfelder Schächte zu Kupferrohstein verarbeitet wurde, ehe die Hütte 1990 schloss und ihr 120 Meter hoher Schornstein, der „Lange Heinrich“, gesprengt wurde. Von der bis 1922 betriebenen Straßenbahnverbindung nach Eisleben und Hettstedt, der sogenannten Gewerkschaftsbahn, sind noch Bahndämme und eine erhaltene Brücke am Neptunbad zu sehen. Die evangelische St.-Stephanus-Kirche besitzt einen rund 1000 Jahre alten Turm und eine bemerkenswerte, nicht gesägte, sondern gebeilte Eingangstür.
Helbra liegt an der Bahnstrecke Berlin–Blankenheim, die seit 2012 allerdings nur noch zwischen Klostermansfeld und Wippra im Personenverkehr befahren wird. Auf 9,3 km² leben 3.752 Menschen, das entspricht 404 Einwohnern je km² – bei geringer Fläche eine der am dichtesten besiedelten Postleitzahlen der Region.
Nachbarorte sind Eisleben, Klostermansfeld, Benndorf und Hergisdorf.