Über die Postleitzahl 06366
Köthen (Anhalt) im Landkreis Anhalt-Bitterfeld trägt den Beinamen Welthauptstadt der Homöopathie, weil deren Begründer Samuel Hahnemann hier lange wirkte und der homöopathische Weltärzteverband seinen Sitz in der Stadt hat. Die Postleitzahl 06366 umfasst den größten Teil der Kreisstadt sowie die Ortsteile Wülknitz und Baasdorf, während weitere Köthener Stadtteile zu benachbarten Postleitzahlen gehören.
Als Hofkapellmeister komponierte Johann Sebastian Bach in seinen Köthener Jahren Teile zweier seiner bekanntesten Werke, darunter das Wohltemperierte Klavier. Ebenfalls in Köthen wurde die Fruchtbringende Gesellschaft gegründet, eine der ersten deutschen Sprachpflegevereinigungen der frühen Neuzeit; ihr Nachfolgeverein besteht seit 2007 wieder. Im Schloss Köthen zeigt eine Prähistorische Sammlung Funde bis hin zu einem sehr alten Faustkeil eines altsteinzeitlichen Jägers, während die Kirche St. Agnus ein Abendmahlsbild von Lucas Cranach dem Jüngeren bewahrt. Der Ortsteil Wülknitz besitzt mit seiner Kirche aus dem 12. Jahrhundert das älteste Gotteshaus im Köthener Stadtgebiet.
21.485 Menschen leben auf den 26,8 km² der Postleitzahl 06366, das ergibt eine Dichte von 800 Einwohnern je Quadratkilometer. Nach Süden und Osten schließen sich die Postleitzahlen 06369 und 06388 an, nach Norden die Gemeinde Osternienburger Land.