Über die Postleitzahl 06464
Der Ortsteil Frose der Stadt Seeland im Salzlandkreis füllt die Postleitzahl 06464 nahezu vollständig aus. Frose selbst liegt in einer Landschaft, die jahrzehntelang vom Braunkohletagebau geprägt war, bevor aus den Restlöchern das Naherholungsgebiet entstand, das der Stadt Seeland ihren Namen gab.
Eine erste urkundliche Erwähnung findet der Ort 936 in der Gründungsurkunde des Servatiusklosters in Quedlinburg, wenig später wurde hier zudem ein Kanonissenstift errichtet, das dem Stift Gernrode unterstellt war. Der Theologe und spätere Bauernkriegsführer Thomas Müntzer wirkte 1515 und 1516 als Propst und Privatlehrer im damals schon verlassenen Stift, bevor 1544 die Reformation eingeführt wurde. Bis 1990 arbeiteten in den Gruben um Frose zeitweise fast 200 Bergleute; die dort gewonnene bitumenreiche Braunkohle wurde unter anderem im nahen Amsdorf zu Montanwachs verarbeitet. Der aus dem Tagebau entstandene Concordiasee war seit 2002 zeitweise als Badesee freigegeben.
Auf 12,8 km² zählt die Postleitzahl 06464 1.193 Einwohnerinnen und Einwohner, im Schnitt 93 je Quadratkilometer. Umliegend erstrecken sich weitere Ortsteile der Stadt Seeland sowie die Gebiete von Aschersleben und Falkenstein.