Über die Postleitzahl 06485
Zwischen dem Nordrand des Harzes und dem Selketal liegt die Postleitzahl 06485, fast vollständig im Gebiet der Stadt Quedlinburg, allerdings nicht in deren Kernstadt, sondern in den Ortsteilen Gernrode und Bad Suderode. Gernrode nimmt den größten Teil der Fläche ein, Bad Suderode den Rest.
Gernrode wurde 961 erstmals urkundlich erwähnt, als Markgraf Gero hier ein Damenstift gründete und seine Schwiegertochter Hathui als Äbtissin einsetzte – die Stiftung bestätigte König Otto I. im selben Jahr. Fast 700 Jahre lang blieb der Ort Sitz dieses Stifts. Das Stadtrecht im engeren Sinn ist nicht überliefert, doch 1539 durfte Gernrode ein eigenes Wappen und Siegel führen, ein Privileg, das man andernorts oft mit der Verleihung des Stadtrechts gleichsetzt. Im frühen 19. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zum Erholungsort und wurde von Goethe, Heinrich von Kleist und Wilhelm von Kügelgen besucht, die vor allem das Hotel auf dem Stubenberg schätzten.
Bad Suderode, bis 1914 schlicht Suderode genannt, wird 1179 als „südliche Rodung von Quedlinburg“ erwähnt, dürfte aber schon kurz nach 960 entstanden sein. Der steinerne Turm der kleinen Bergkirche geht schon auf das 10. Jahrhundert zurück, und im Inneren finden sich Fresken zum Gleichnis der klugen und törichten Jungfrauen. Seit Oktober 2022 darf sich der Ort offiziell Erholungsort nennen.
Auf der Fläche von 42,3 km² leben 4.843 Menschen, das ergibt eine Dichte von 115 Einwohnern je Quadratkilometer. Nachbarn dieser PLZ sind die Kernstadt Quedlinburg, Ballenstedt und Harzgerode im Süden sowie Thale und Blankenburg im Norden.