Über die Postleitzahl 07619
Im nördlichen Saale-Holzland-Kreis, nahe der Grenze zu Sachsen-Anhalt, bildet die Stadt Schkölen mit ihren zahlreichen Ortsteilen und der kleinen Gemeinde Mertendorf die Postleitzahl 07619. Schkölen selbst reicht als befestigter Ort bis ins 11. Jahrhundert zurück, als 1031 ein Burgwart „Szoln“ erwähnt wird; 1158 erhielt der Ort das Marktrecht. Von der einst bedeutenden Wasserburg ist heute nur noch eine Ruine im Stadtzentrum erhalten.
Im Ortsteil Nautschütz wurde 1727 Samuel Heinicke geboren, der Begründer der deutschen Gehörlosenpädagogik, an den ein Denkmal und eine Tafel am Geburtshaus erinnern. Bei Hainchen liegt mit 46 Grabhügeln aus der Stein- und Bronzezeit das größte bekannte Gräberfeld Ostthüringens. Die fruchtbaren Lössböden rund um Schkölen tragen bis heute die Landwirtschaft der Region, ergänzt durch ein großes Gewächshaus für Bio-Tomaten und ein 1993 errichtetes Strohheizwerk, mit dem der Ort deutschlandweit zu den ersten seiner Art zählte.
Auf 56,6 km² leben hier 2.742 Einwohnerinnen und Einwohner, eine Dichte von 48 je Quadratkilometer. Nachbarn sind Bürgel und Crossen an der Elster im Süden sowie Naumburg jenseits der Landesgrenze im Norden.