Über die Postleitzahl 08289
Auf dem 470 Meter hohen Berg, der ihr den Namen gab, liegt im oberen Westerzgebirge die Bergstadt Schneeberg, Namensgeberin und Hauptort der Postleitzahl 08289. Ihre Gründung am 6. Februar 1471 verdankt die Stadt reichen Silberfunden, die im letzten Drittel des 15. Jahrhunderts ein regelrechtes Berggeschrey auslösten; das erste Silber wurde 1470 in der Neuen Fundgrube erschürft. Die vier historischen Viertel Fundgruben-, Kirchen-, Mühl- und Hospitalviertel bildeten den Kern der jungen Bergstadt.
Ab Mitte des 16. Jahrhunderts wich der Silberbergbau dem Abbau von Cobalt und Bismut; 1823 gelang dem Schneeberger Ernst August Geitner mit dem Argentan, auch Neusilber genannt, eine bedeutende Erfindung: eine Legierung dreier Metalle, die dem Silber optisch nahekommt, ohne dessen Preis zu haben. Zwischen 1946 und 1956 betrieb die Wismut in Schneeberg Uranbergbau, dessen Folgen als Schneeberger Krankheit bekannt wurden. Die umliegende Bergbaulandschaft, zu der auch die Ortsteile Neustädtel und Griesbach gehören, zählt heute zum UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge; Griesbach selbst, urkundlich seit 1386 belegt, gilt als älter als die umliegenden Ortschaften und entstand vermutlich schon um 1100 gemeinsam mit dem Klösterlein Zelle in Aue.
Das 23,3 km² große Gebiet zählt 13.446 Einwohnerinnen und Einwohner, was 577 je Quadratkilometer entspricht. Durch Schneeberg führen die Bundesstraßen 93 und 169, an der Silberstraße gelegen zwischen Aue-Bad Schlema und Zschorlau.