Über die Postleitzahl 09224
Westlich der Chemnitzer Innenstadt liegen die beiden Stadtteile Grüna und Mittelbach, die zusammen diese Postleitzahl bilden. Grüna ist mit Abstand der flächenmäßig größte Stadtteil von Chemnitz und wurde erst 1999 eingemeindet. Als zweireihiges Waldhufendorf entstanden, gehörte es zur Chemnitzer Benediktinerabtei und wird 1263 als „Gruna“ erstmals urkundlich erwähnt; der Ort war dabei zwischen Reichsritterschaft und Kloster geteilt, bis die Bildung der Gemeinde Grüna 1839 diese Teilung beendete. Im 18. Jahrhundert brachten Strumpf- und Handschuhwirkerei einen wirtschaftlichen Aufschwung, der Anschluss an die 1858 eröffnete Bahnstrecke Dresden–Werdau verstärkte ihn.
Mittelbach, ebenfalls 1999 eingemeindet, wird erstmals 1331 urkundlich erwähnt – die Urkunde bestätigte dem Ort das Recht auf einen Gasthof. Am 4. April 1639 lieferten sich während des Dreißigjährigen Krieges kaiserliche und schwedische Soldaten nahe dem heutigen unteren Ortsausgang ein Gefecht, dessen Tote am „roten Hübel“ ihre letzte Ruhe fanden. Ab 1729 versuchte man sich an der Strumpfwirkerei, größere Bedeutung erlangten später mittelständische Textilfabriken sowie ein Mineralölwerk am Landgraben, im Volksmund „Ölbude“ genannt.
20,0 km² umfasst die Postleitzahl 09224, mit 7.083 Einwohnerinnen und Einwohnern ergibt sich eine Dichte von 354 je Quadratkilometer. Sie grenzt unter anderem an Limbach-Oberfrohna, Neukirchen/Erzgeb. und Röhrsdorf.