Über die Postleitzahl 09235
Am Nordrand des Erzgebirges im Zwönitztal liegt die Gemeinde Burkhardtsdorf mit ihrem Ortsteil Meinersdorf, 12 Kilometer südlich von Chemnitz und ebenso weit östlich von Stollberg. Der Hauptort entstand vermutlich Mitte des 12. Jahrhunderts als Waldhufendorf mit sogenannten Scheinwüstungen: Die Wohnstätten wurden in Reihe an den hochwasserfreien Gleithängen der Zwönitz errichtet, während die steilen Prallhänge zwar in Parzellen aufgeteilt, aber nie bebaut wurden. Seinen Namen verdankt der Ort dem vierten Abt des Chemnitzer Bergklosters St. Marien, Burkhard, der 1216 und 1218 urkundlich erwähnt wird; erstmals als „Burckerstorff“ genannt wird der Ort 1331.
Meinersdorf, seit 1206 gegründet und seit 1999 Teil von Burkhardtsdorf, geht wohl auf einen Gründer namens Meinher I. von Werben zurück und wurde 1368 als „Meynerstorff“ erstmals erwähnt. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts gehörte der Ort zum Amt Stollberg, danach zur Amtshauptmannschaft Chemnitz; die Bevölkerung war nach der Reformation überwiegend evangelisch-lutherisch geprägt. In Burkhardtsdorf selbst erinnert die kursächsische Postmeilensäule von 1723 an die frühere Verkehrsbedeutung, ein Lanz-Bulldog-Museum zeigt eine restaurierte Richard-Hartmann-Stationärdampfmaschine.
Auf 21,2 km² kommen 5.975 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 282 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind Chemnitz, Neukirchen/Erzgeb., Thalheim/Erzgebirge, Jahnsdorf, Gornsdorf, Gelenau/Erzgeb. und Amtsberg.