Über die Postleitzahl 09356
Etwa elf Kilometer nordöstlich von Zwickau liegt die Gemeinde St. Egidien, die zusammen mit ihren Ortsteilen Kuhschnappel, Lobsdorf und Tirschheim die Postleitzahl 09356 bildet. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Rund um den Auersberg im Landkreis Zwickau.
Der Ort geht vermutlich auf eine Besiedlung um 1150 durch fränkische Bauern zurück, die im Niederdorf eine dem heiligen Ägidius geweihte Kirche errichteten; urkundlich erwähnt wird St. Egidien erstmals 1320 als „Ecclesia Sancti Egidii in Lunwicz“. Mit der Bahnstrecke Stollberg–St. Egidien von 1878 wurde der Ort zum Eisenbahnknoten für das Lugau-Oelsnitzer Steinkohlenrevier; ein fünfbögiges Viadukt über das Lungwitzbachtal stammt aus dem Jahr 1879. Am nahen Bahnhof sollte 1869 der 27-jährige Karl May zu einem Gerichtstermin gebracht werden, konnte jedoch an der Ortsgrenze zu Kuhschnappel fliehen. 1952 entstand die Nickelhütte St. Egidien, die nach 1990 stillgelegt und abgerissen wurde; auf ihrem Gelände liegt heute der Industriepark Achat.
Auf 21,2 km² zählt die Postleitzahl 3.198 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 151 je Quadratkilometer. Nachbargebiete sind Glauchau, Callenberg mit Hohenstein-Ernstthal und Bernsdorf sowie Lichtenstein.