Über die Postleitzahl 09496
Marienberg im Erzgebirgskreis ist die flächengrößte Gemeinde des Landkreises und nimmt diese Postleitzahl fast vollständig ein; einzig der Ortsteil Zöblitz trägt nur einen kleinen Teil bei.
Herzog Heinrich der Fromme gründete die Bergstadt 1521 nach reichen Silberfunden im Tal des Schlettenbaches; der noch heute erhaltene rechtwinklige, an der italienischen Renaissance orientierte Stadtgrundriss stammt von Ulrich Rülein von Calw. Die spätgotische Hallenkirche St. Marien entstand von 1558 bis 1564, vom einstigen Mauerring blieben nach einem Stadtbrand 1610 nur der Rote Turm und das Zschopauer Tor erhalten. Die historische Altstadt gehört seit 2019 ebenso zum UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge wie die Bergbaulandschaft bei Lauta. 1813 tagten hier Zar Alexander I., Fürst Schwarzenberg und Fürst Metternich, um die Feldzüge gegen Napoleon vor der Völkerschlacht bei Leipzig zu beraten. Der Ortsteil Zöblitz trägt bis heute den Beinamen „Serpentinsteinstadt“ nach dem hier verarbeiteten Gestein.
Auf 132,9 km² zählt die Postleitzahl 16.326 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 123 je Quadratkilometer.
Die B 174 führt von hier über Reitzenhain nach Tschechien; Nachbar-Postleitzahlen liegen unter anderem in Richtung Wolkenstein, Jöhstadt und Olbernhau.