Über die Postleitzahl 09579
Im Erzgebirgskreis, westlich der Flöha, liegt die Gemeinde Grünhainichen, die den Verwaltungsverband Wildenstein mitträgt und diese Postleitzahl fast vollständig ausfüllt. Zu ihr gehören neben dem Hauptort die Ortsteile Borstendorf und Waldkirchen, das über den kleinen Ortsteil Zschopenthal an der Zschopau verfügt.
Grünhainichen gilt nach Seiffen als zweitwichtigstes Zentrum der Holzspielwarenherstellung im Erzgebirge; die Erwähnung eines Löffelmachers im Kirchenbuch von 1579 zählt als ältester Nachweis dieses Handwerks in der Region, weshalb der Ort einst „Klein-Leipzig“ genannt wurde, weil seine Händler ihre Waren bis nach Frankfurt (Oder), Leipzig und Braunschweig auf Messen anboten. Um 1900 arbeiteten hier sieben Spielwarenbetriebe und über 1000 Hausindustrielle, die Firma Wendt & Kühn ist bis heute ansässig. In Borstendorf entwickelte sich gegen Ende des 17. Jahrhunderts zudem der Geigenbau, und zahlreiche Schachbretthersteller sorgten 1937 dafür, dass Schach dort Pflichtfach an der Schule wurde.
Auf 28,7 km² kommen 3.169 Einwohnerinnen und Einwohner zusammen, was einer Dichte von 110 je Quadratkilometer entspricht. Die Flöhatalbahn hält mit den Stationen Floßmühle und Grünhainichen-Borstendorf, die Zschopautalbahn in Waldkirchen.
Im Norden grenzt die Postleitzahl 09573 mit Augustusburg und Leubsdorf an, im Osten die Postleitzahl 09575 mit Eppendorf.