Über die Postleitzahl 09619
Im Süden des Landkreises Mittelsachsen teilen sich drei Gemeinden diese Postleitzahl: Mulda/Sa. im Tal der Freiberger Mulde, die Bergstadt Sayda sowie Dorfchemnitz, das mit Sayda eine Verwaltungsgemeinschaft bildet. Zu Mulda gehören unter anderem Helbigsdorf, Zethau und der Weiler Randeck, zu Sayda die Ortsteile Friedebach und Ullersdorf, zu Dorfchemnitz Voigtsdorf und Wolfsgrund.
Sayda gilt als eine der ältesten Ansiedlungen im oberen Erzgebirge und ist bereits 1196 nachweisbar; ihre Geschichte war von wiederholten Stadtbränden geprägt, zuletzt 1842, als fast der gesamte Ort in Flammen aufging und weit über tausend Menschen obdachlos wurden. Randeck bei Mulda wiederum gilt als ältestes Uhrmacher- und Geigenbauerdorf des Erzgebirges, bevor im 19. Jahrhundert Korbflechterei und Holzwarenherstellung an dessen Stelle traten. Die Orgel der Kirche Helbigsdorf wurde 1728 von Gottfried Silbermann fertiggestellt.
Auf 107,6 km² zählt die Postleitzahl 5.518 Einwohnerinnen und Einwohner, was einer Dichte von 51 je Quadratkilometer entspricht. Von 1897 bis 1966 verband eine Schmalspurbahn Mulda mit Sayda, heute liegt Mulda an der Bahnstrecke Nossen–Moldau.
Nordwestlich grenzt die Postleitzahl 09618 mit Brand-Erbisdorf an, südlich die Postleitzahl 09623 mit Frauenstein.