Über die Postleitzahl 10119
Nördlich der historischen Mitte Berlins liegt die Postleitzahl 10119 überwiegend im Ortsteil Mitte, mit kleineren Anteilen reicht sie zudem in die Ortsteile Prenzlauer Berg und Pankow hinein. Namensgebend für das Gebiet sind zwei historische Viertel: die Rosenthaler Vorstadt und das Scheunenviertel.
Bis 1740 lag die Fläche nördlich der Berliner Stadtgrenze noch unbebaut; nach Rodungen entstand ab 1750 vor dem Rosenthaler Tor mit dem sogenannten Voigtland die erste Erweiterung dieses Stadtteils. Ihren Namen erhielt die Rosenthaler Vorstadt erst später, benannt nach diesem und dem benachbarten Schönhauser Tor, vor denen sich die Siedlung ausdehnte.
Das Scheunenviertel nordwestlich des Alexanderplatzes ist die umgangssprachliche Bezeichnung für ein diffus abgegrenztes Viertel, das um 1700 zunächst mit Scheunen und Gärten, später mit Mietshäusern bebaut wurde. Seinen bis heute gebräuchlichen Namen erhielten die Gassen der Altstadt rund um den heutigen Rosa-Luxemburg-Platz Ende des 19. Jahrhunderts als abwertende Bezeichnung. Nach einem Flächenabriss 1906, der die alte Bausubstanz vollständig beseitigte, übertrug man den Namen in den 1920er Jahren auf den östlich angrenzenden Teil der Spandauer Vorstadt – erst ein berüchtigtes Armenviertel, wurde die Gegend später zu einem Symbolort jüdischen Lebens in Berlin.
Auf 1,0 km² leben hier 18.715 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 19.251 je Quadratkilometer. Angrenzend liegen die Postleitzahlen 10115 und 10178 in Mitte sowie 10405 und 10435 in Prenzlauer Berg.