Über die Postleitzahl 10317
Der S-Bahnhof Rummelsburg gibt dem gleichnamigen Berliner Ortsteil im Bezirk Lichtenberg seinen Namen, unter dem das Gebiet im allgemeinen Sprachgebrauch bekannt ist. Am Ufer des damaligen Stralauer Sees, heute Rummelsburger See, entstand ab 1669 zunächst eine Ziegelei, aus der sich im 18. Jahrhundert eine Meierei entwickelte. Erst als der Weinhändler Johann Jakob Rummel sie kaufte und in ein Wirtshaus umwandelte, erhielt die entstehende Ansiedlung seinen Namen.
Zwischen 1872 und 1875 entstand hier, teils unter britischer Bauleitung, die Victoriastadt – benannt nach der englischen Königin Victoria als Ausdruck der damals engen Verbindung zum Vereinigten Königreich. Als historische Arbeitersiedlung prägte sie das Bild des alten Berlins der Gründerzeit und wurde Lebensmittelpunkt des Zeichners Heinrich Zille, der hier fünf Jahre verbrachte. Mit der Anlage des Bahnhofs Stralau-Rummelsburg 1882, dem heutigen Ostkreuz, wuchs die Wohn- und Industriebebauung rasch weiter. Südlich davon liegt der Weitlingkiez, benannt nach der Weitlingstraße, ein dicht bewohntes Quartier, das sich vor allem im Verlauf des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts auf einer überschaubaren Grundfläche entwickelte.
Auf 4,1 km² leben in dieser Postleitzahl 24.563 Menschen, das ergibt eine Dichte von 5.929 Einwohnern je Quadratkilometer. Der heutige Bezirk Lichtenberg wiederum ist erst 2001 aus dem Zusammenschluss der zuvor eigenständigen Bezirke Lichtenberg und Hohenschönhausen hervorgegangen. Angrenzende Postleitzahlen führen unter anderem nach Friedrichsfelde, Karlshorst und ins benachbarte Treptow.