Über die Postleitzahl 10961
Kreuzberg, seit 2001 Ortsteil des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, war bis zur Verwaltungsreform ein eigenständiger Bezirk und deckungsgleich mit dem heutigen Ortsteil. Seinen Namen trägt er nach dem 66 Meter hohen Kreuzberg im Viktoriapark. Nach den bis 1993 gültigen Postleitzahlen unterschied man hier zwei Ortslagen: das größere Kreuzberg 61 und das kleinere SO 36, das zu Zeiten der Berliner Mauer von drei Seiten umschlossen war und dadurch eine eigene alternative Kultur am Ostrand West-Berlins entwickelte.
Im Mittelalter lag das Gebiet noch außerhalb der Stadtmauern der Doppelstadt Berlin-Kölln. Erst im 19. Jahrhundert wuchsen mit der Tempelhofer Vorstadt und der Luisenstadt die Viertel heran, die das heutige Kreuzberg prägen – große, zusammenhängende Gründerzeitviertel, wie man sie hier noch findet. Zur Postleitzahl zählen unter anderem der Bergmannkiez und die Tempelhofer Vorstadt. Beim Luftangriff vom 3. Februar 1945 wurde das Gebiet der südlichen Friedrichstadt schwer getroffen.
Auf 1,4 km² wohnen 17.699 Menschen, was einer Dichte von 12.386 Einwohnern je Quadratkilometer entspricht – für Berliner Verhältnisse ein dicht besiedeltes Viertel. Bis heute ist Kreuzberg für sein Nacht- und Kulturleben bekannt, das über die Stadtgrenzen hinausstrahlt, und beherbergt eine international beachtete Gründerszene. Die Nachbar-Postleitzahlen liegen sämtlich im weiteren Kreuzberg und im angrenzenden Neukölln.