Über die Postleitzahl 12351
Vier Berliner Ortsteile des Bezirks Neukölln treffen sich in dieser Postleitzahl: Buckow, Gropiusstadt, Britz und ein schmaler Zipfel Neuköllns selbst. Buckow, um 1230 von deutschen Siedlern als Straßen- oder Angerdorf gegründet, übernahm dabei vermutlich einen slawischen Flurnamen – buk, die Rotbuche. Seine erste urkundliche Erwähnung datiert auf 1373, die Dorfkirche entstand schon gegen Ende des 13. Jahrhunderts. Noch heute stehen in der Straße Alt-Buckow mehrere Häuser aus dem 19. Jahrhundert unter Denkmalschutz.
Ganz anders die Gropiusstadt: Sie entstand erst zwischen 1962 und 1975 als Großwohnsiedlung zwischen den alten Dörfern Buckow, Britz und Rudow, geplant vom Architekten Walter Gropius und seinem Büro The Architects Collaborative. Die weit überwiegend als Sozialbauwohnungen errichtete Siedlung galt schon bald als attraktiv, geriet aber seit den 1980er Jahren zunehmend zum sozialen Brennpunkt. Zu den Sehenswürdigkeiten zählt das unter Denkmalschutz stehende Wohnhochhaus Ideal, eines der höchsten Wohngebäude Deutschlands. Britz wiederum, 1305 erstmals erwähnt, kam 1920 zusammen mit seiner damaligen Bevölkerung zu Groß-Berlin und ist heute vor allem für den Britzer Garten bekannt, der seit der Bundesgartenschau 1985 zu den Schmuckstücken Neuköllns zählt.
19.025 Menschen leben auf 3,3 km², das ergibt eine Dichte von 5.700 Einwohnern je Quadratkilometer. Der Bezirk Neukölln selbst, 1920 aus der gleichnamigen Stadt gebildet, ist einer der am dichtesten besiedelten Innenstadtbezirke Deutschlands. Nachbar-Postleitzahlen führen weiter nach Rudow und in die übrigen Teile Buckows und Britz'.