Über die Postleitzahl 13089
Diese Postleitzahl im Bezirk Pankow deckt fast deckungsgleich den Ortsteil Heinersdorf ab.
Heinersdorf entstand um 1230 als Straßendorf und wurde 1319 erstmals urkundlich erwähnt, als Markgraf Woldemar den Ort für 150 Mark brandenburgisches Silber an das Berliner Heilig-Geist-Hospital verkaufte, das die Grundherrschaft bis 1691 behielt. Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wird das Dorf mit 36 Hufen geführt, vier davon standen dem Pfarrer für seinen Wedemhof zu, zwölf bewirtschaftete das Hospital selbst; die Kossäten und ihr Krüger zahlten gemeinsam Schilling und Hühner als Abgabe. Ab etwa 1900 wuchs entlang der Bahnstrecke nach Bernau eine offen bebaute Siedlungserweiterung nach Norden, während der historische Dorfkern um die Kirche erhalten blieb. 1890 legte man den städtischen Friedhof Heinersdorf an; dort erinnert eine Sammelgrabanlage an Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft, und auch Friedrich Tinius (1865–1953), der als Bürgermeister des Ortes wirkte und zugleich Lebensmittel fabrizierte, fand hier seine letzte Ruhe. 1920 verlor die bis dahin selbstständige Landgemeinde mit dem Groß-Berlin-Gesetz ihre Eigenständigkeit; 1986 kam Heinersdorf mit Blankenburg und Karow zum damaligen Stadtbezirk Weißensee, seit der Bezirksreform 2001 gehört es zum fusionierten Bezirk Pankow.
7.412 Menschen leben auf 3,9 km², das entspricht 1.904 je Quadratkilometer.