Über die Postleitzahl 14089
Im Süden des Bezirks Spandau umfasst die weitläufige Postleitzahl 14089 auf 24,8 km² die beiden Ortsteile Kladow und Gatow vollständig, dazu die Landstadt Gatow, Hohengatow und das Parkviertel.
Kladow, der südlichste Spandauer Ortsteil, verdankt seinen Namen dem slawischen Wort für Baumstamm; slawische Siedlungsspuren aus dem 9. bis 12. Jahrhundert und der sogenannte Kladower Silberfund belegen eine frühe Besiedlung. Urkundlich erwähnt wurde der Ort 1267 als Clodow, im Landbuch Karls IV. von 1375 mit 48 Hufen. 1685 erhielt der Alchemist und Glasmacher Johannes Kunckel hier ein Lehnschulzengut zur Finanzierung seiner Versuche. Gatow entstand wohl kurz nach 1200 als reines Straßendorf deutscher Siedler ohne slawische Vorbesiedlung, urkundlich erstmals 1272 als Gatho fassbar; von 1945 bis zum Mauerfall gehörte es zum britischen Sektor, dessen Militärflugplatz Gatow seit 1935 bestand. Auf dessen westlichem Teil entstand ab 1999 die Landstadt Gatow, ein Projekt des Bundes im Zuge des Regierungsumzugs mit Reihen- und Einfamilienhäusern für Familien mit Kindern. Während des Zweiten Weltkriegs standen in der Gegend zudem sogenannte Finnenhäuser, aus Finnland importierte Holzfertighäuser für ausgebombte Familien.
Die PLZ zählt 19.297 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine geringe Dichte von 778 je Quadratkilometer.
Sie grenzt an Wilhelmstadt, Wannsee, Nikolassee und Grunewald sowie an Potsdam.