Über die Postleitzahl 14554
Die Gemeinde Seddiner See liegt im Landkreis Potsdam-Mittelmark und wurde 1993 aus den bis dahin selbstständigen Orten Kähnsdorf, Neuseddin und Seddin gebildet; Namensgeber ist der Große Seddiner See, an dessen Ufer alle drei Ortsteile liegen. Kähnsdorf, ursprünglich ein slawisches Dorf, taucht 1375 im Landbuch Karls IV. als Kenstorp auf.
Neuseddin dagegen ist jung: Der Ort entstand 1915 als Siedlung für die Beschäftigten des nahen Rangierbahnhofs Seddin und wuchs in den 1970er Jahren durch Plattenbauten für ein NVA-Regiment weiter. Während der NS-Zeit bestand dort ein Zwangsarbeiterlager der Reichsbahn, an dessen Opfer ein Gedenkstein auf dem Friedhof erinnert. Im großen Gewerbegebiet Neuseddins haben heute die meisten Unternehmen der Gemeinde ihren Sitz. Seddin selbst, am Südufer des Sees, geht vermutlich auf ein elbslawisches Rundlingsdorf zurück.
In der Gemeinde leben 4.505 Menschen auf 23,7 km², das sind 190 je Quadratkilometer.
Nachbarn sind die Stadt Beelitz, die Gemeinde Schwielowsee und Michendorf. Wer im Sommer badet, findet am See auch das jährliche Fischerfest und den Seddiner-See-Pokal im Löschangriff.