Über die Postleitzahl 14669
Ketzin/Havel liegt zwischen Potsdam und Brandenburg an der Havel am nördlichen Havelufer und trägt seinen Namenszusatz erst seit 2011. Erwähnt wurde der Ort erstmals 1197; das Landbuch Karls IV. vermerkte 1375 ein Fährrecht der Stadt, und noch heute verkehrt zwischen Ketzin und Schmergow eine Fähre über den Fluss.
Ab 1860 fand man unter feuchten Wiesen Tonerde, was Ketzin zu einem Zentrum der Ziegelherstellung machte: 1882 gab es 14 große Ziegeleien in der Stadt. 1917 verlegten die Späth’schen Baumschulen, eine der ältesten Gärtnereien Berlins, ihren Betrieb nach Ketzin. Der Ortsteil Paretz gewann überregionale Bedeutung, als er um 1800 mit Schloss, Park und neu gestaltetem Dorf zum Sommersitz von König Friedrich Wilhelm III. und Königin Luise wurde. Tremmen wiederum besitzt mit der spätgotischen St.-Marien-Kirche eine ehemalige Wallfahrtskirche mit Außenkanzel für vorbeiziehende Pilger.
Auf 93,2 km² leben 6.539 Menschen, das ergibt 70 Einwohner je Quadratkilometer.
Nachbarn sind Potsdam, Werder (Havel), Groß Kreutz und Nauen.