Über die Postleitzahl 15324
Diese Postleitzahl deckt fast das gesamte Gebiet der amtsfreien Gemeinde Letschin im Landkreis Märkisch-Oderland ab, mit Ortsteilen wie Kienitz, Groß Neuendorf, Ortwig und Sietzing am östlichen Rand des Oderbruchs.
Letschin selbst wurde 1336 erstmals urkundlich genannt und war lange ein bäuerliches Dorf, bis Johann Gottlieb Koppe ab etwa 1830 den Zuckerrübenanbau samt eigener Fabrik einführte und dem Ort damit zu stabilen Einkünften verhalf; 1863 erhielt Letschin die Marktgerechtigkeit. 1905 stiftete die Gemeinde König Friedrich II. ein Denkmal für die Trockenlegung des Oderbruchs, das nach dem Krieg vor dem Einschmelzen bewahrt und erst 1990 wieder aufgestellt wurde. Vom Kirchenbau blieb nur der 1818/19 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel errichtete Turm erhalten, das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Kirchenschiff wurde 1972/73 abgetragen.
Im Ortsteil Kienitz überschritten sowjetische Truppen bereits am 31. Januar 1945 die Oder und nahmen damit den ersten Ort auf späterem DDR-Gebiet ein, woran seit 1970 ein Panzer vom Typ T-34 erinnert. In Groß Neuendorf sind Synagoge und jüdischer Friedhof der einstigen jüdischen Gemeinde bis heute erhalten. Ortwig geht als Runddorf auf eine wendische Gründung im sechsten Jahrhundert zurück, während Sietzing erst 1756 als Kolonistendorf entstand und nach seinem Gründer, dem Markgrafen Karl Friedrich Albrecht, auch Carlsfeld genannt wurde.
Auf 141,7 km² zählt die Postleitzahl 3.774 Einwohnerinnen und Einwohner, rechnerisch 27 je Quadratkilometer. Nachbarn sind Seelow und Lietzen im Süden, Neutrebbin und Neuhardenberg im Nordwesten, Golzow und Zechin im Südosten sowie Bad Freienwalde im Norden.