Über die Postleitzahl 16269
Am westlichen Rand des Oderbruchs, dort wo die flache, teils unter dem Meeresspiegel liegende Ebene auf die hügelige Hochfläche des Oberbarnim trifft, liegt die Stadt Wriezen im Landkreis Märkisch-Oderland. Zur Postleitzahl gehört auch ein Teil der Gemeinde Bliesdorf mit ihrem Ortsteil Kunersdorf. Ursprünglich lag Wriezen direkt an der Oder, nach der Trockenlegung des Oderbruchs liegt das Stadtzentrum heute rund elf Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Wriezen 1247 als „oppidum wrecene“, das Stadtrecht verlieh Kaiser Ludwig der Bayer im Jahr 1337. Im 14. Jahrhundert entwickelte sich der Ort dank seiner Fischerei zum Handelszentrum des Oderbruchs und östlichen Barnims. Eine dunklere Episode der Stadtgeschichte begann 1940, als NS-Staatsbildhauer Arno Breker von Adolf Hitler das im Ortsteil Eichwerder gelegene Gut Jäckelsbruch samt Schloss geschenkt bekam und dort mit Zwangsarbeitern Steinbildhauerwerkstätten für die Neugestaltung Berlins betrieb. Die spätgotische St.-Marienkirche wiederum nutzt noch Teile eines Vorgängerbaus aus dem 13. Jahrhundert.
8.398 Menschen leben auf 129,6 km², das entspricht einer Dichte von 65 Einwohnern je Quadratkilometer. Zur Erinnerung an das Oderhochwasser von 1997 feiert Wriezen jährlich sein Deichfest. Im Ortsteil Kunersdorf der Nachbargemeinde Bliesdorf schrieb einst Adelbert von Chamisso im dortigen Schloss sein Werk „Peter Schlemihls wundersame Geschichte“. Nachbar-Postleitzahlen führen nach Neutrebbin, Neuhardenberg und Bad Freienwalde.