Über die Postleitzahl 16761
Hennigsdorf, eine amtsfreie Mittelstadt im Landkreis Oberhavel, bildet den weit überwiegenden Teil der Postleitzahl 16761; nur ein schmaler Zipfel reicht in das benachbarte Hohen Neuendorf. Zur Stadt gehören außerdem die Wohnplätze Nieder Neuendorf und Papenberge.
Das Landbuch der Mark Brandenburg nennt den Ort 1375 erstmals als „Heynekendorp“, aus dem sich über „Hennyngestorff“ (1438) und „Hennigkstorf“ (1590) der heutige Name entwickelte. Lange blieb Hennigsdorf ein Fischer- und Kossätendorf, bis die AEG hier 1910 eine Abteilung für Flugzeugbau eröffnete und 1912 ihr erstes, an den Doppeldeckern der Brüder Wright orientiertes Flugzeug baute. Bereits 1913/14 verlegte die AEG auch ihren Elektrolokomotivenbau aus Berlin nach Hennigsdorf, 1929 legte ein hundert Tage dauernder Streik der Stahlwerker die Stadt lahm. Zu DDR-Zeiten war das aus dem AEG-Werk hervorgegangene Stahl- und Walzwerk mit über 8500 Beschäftigten der wichtigste Betrieb am Ort.
Im Ortsteil Nieder Neuendorf steht einer von nur drei erhaltenen Grenzbeobachtungstürmen der Berliner Mauer mit einer Ausstellung zu seiner Geschichte; der Wohnplatz selbst gewann im Mittelalter durch den Fährverkehr nach Heiligensee an Bedeutung, bevor die AEG das Gut ab 1909 aufkaufte. Papenberge südlich der Stadt wird bereits 1232 als „ad montem Babe“ erwähnt.
Auf 31,3 km² zählt die PLZ 16761 26.662 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 852 je km². Sie grenzt an mehrere Berliner Ortsteile wie Tegel und Hakenfelde sowie an Schönwalde und Velten.