Über die Postleitzahl 16767
Leegebruch im Landkreis Oberhavel füllt die kleine Postleitzahl 16767 fast vollständig aus, nur ein schmaler Rand reicht in die Stadt Velten hinein. Amtlich ausgewiesene Ortsteile besitzt die Gemeinde nicht.
An der Muhre weisen Ausgrabungen eine slawische Siedlung nach, die zwischen der Mitte des 8. und der Wende des 10. Jahrhunderts entstand; Reste des zugehörigen Burgwalls sind bis heute erhalten. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs bestand die Ansiedlung lediglich aus einem Gutshof mit Pferdeställen als Außenstelle des Remontedepots Bärenklau, bevor die Landgemeinde Leegebruch 1928 aus der Aufteilung des Gutsbezirks entstand.
Den entscheidenden Wandel brachte 1936 der Beschluss des Reichsluftfahrtministeriums, die Heinkel-Werke Oranienburg nahe Leegebruch zu errichten: Da sich die nötigen Arbeitskräfte nicht aus der Umgebung gewinnen ließen, warb das Werk Familien aus dem Rheinland, dem Saarland, aus Hamburg und Schlesien an und siedelte sie kostenlos in neu gebauten Häusern mit Elektroherd, elektrischem Licht und großen Gärten an. Die Einwohnerzahl stieg dadurch von 350 auf fast 6000, weshalb Leegebruch zeitweise als „größtes Dorf Deutschlands“ galt; weil sich die Häuser stark ähnelten, erhielt ab 1938 jedes zweite ein eigenes Hauszeichen am Giebel. Ein Mahnmal von 1949 erinnert an die Zwangsarbeiter, die in den Heinkel-Flugzeugwerken ums Leben kamen. In den 1960er und 1970er Jahren zählte die BSG Stahl Leegebruch, DDR-Meister von 1972, zu den besten Rugby-Union-Mannschaften des Landes.
Auf 6,4 km² zählt die PLZ 16767 6.724 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 1.051 je km². Sie grenzt an Velten und an Oranienburg samt Mühlenbecker Land.