Über die Postleitzahl 16868
Wusterhausen/Dosse im Landkreis Ostprignitz-Ruppin füllt diese Postleitzahl fast allein aus, nur ein kleiner Teil der weit größeren Gemeindefläche fällt hierunter. Neben dem Hauptort gehört der Ortsteil Bantikow am Untersee dazu, der wegen seiner Lage zunehmend Bedeutung für den Fremdenverkehr gewinnt.
Wusterhausen erhielt um 1250 durch die Herren von Plotho das Stendaler Stadtrecht und führt bis heute den Titel einer Titularstadt. Schon zur Steinzeit war das Gebiet am Horstberg besiedelt, später lebte hier der slawische Stamm der Doxanen an der Dosse. Ein Brand vernichtete 1638 fast die gesamte Stadt samt dem alten Rathaus, und 1796 bis 1806 sorgte die Stationierung einer Eskadron Kürassiere, der sogenannten Gelben Reiter, für neuen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Stadtkirche St. Peter und Paul geht in ihrem Kern auf das 13. Jahrhundert zurück und trägt eine Orgel von 1742 aus der Werkstatt des Berliner Orgelbauers Joachim Wagner, deren Pfeifenbestand kaum verändert wurde. Im ehemaligen Fachwerkhaus der alten Posthalterei von 1764 zeigt das Wegemuseum seit einer Neukonzeption 2011 eine Dauerausstellung zu Wegen von der Bronzezeit bis in die Neuzeit.
Bantikow gilt archäologisch als über tausend Jahre alter Siedlungsplatz und wurde 1307 erstmals schriftlich als Bant(t)ecowe erwähnt, als die Grafen von Schwerin dort eine Urkunde für das Kloster Stepenitz ausstellten. Rund um den Ort liegen mit dem Bückwitzer See, dem Großen Blankenberger See und der Kyritzer Seenkette mehrere Schutzgebiete, dazu Waldflächen im Naturpark Westhavelland.
Auf 36,0 km² leben 3.066 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 85 je Quadratkilometer. Nach Norden und Süden schließen sich die Postleitzahlgebiete um Neustadt (Dosse) sowie Gumtow und Kyritz an.