Über die Postleitzahl 17126
Die Landstadt Jarmen im Landkreis Vorpommern-Greifswald stellt fast die gesamte Fläche dieser Postleitzahl; sie ist Sitz des Amtes Jarmen-Tutow, dem sechs weitere Gemeinden angehören, darunter mit einem winzigen Anteil auch Kruckow. Die Gegend war schon zur Bronzezeit besiedelt, wie ein bei den Bauarbeiten zur A20 entdeckter, auf 830 vor Christus datierter Feuerstellenplatz zeigt; ab etwa 690 nach Christus siedelten hier slawische Gruppen. 1269 wurde die Stadt erstmals als Germin urkundlich erwähnt, nachdem sich nach 1250 an der alten Peenefähre eine planmäßige Stadtanlage entwickelt hatte. Diese Lage am Fluss machte Jarmen zu einem Verkehrs- und Handelsknotenpunkt, besonders nachdem der Ort 1631 Amtsstadt des pommerschen Amtes Ueckermünde geworden war.
Die neogotische St.-Marien-Kirche von 1863 entstand mit einer Spende König Friedrich Wilhelms IV.; das dreieckige Ensemble um den Alten Markt trug bis 1967 den gesamten Verkehr der damaligen Fernstraße. Die Kunstmühle am Hafen von 1907 war bis September 2020 die letzte noch arbeitende Großmühle Mecklenburg-Vorpommerns, während die frühere Zuckerfabrik über hundert Jahre lang größter Arbeitgeber der Stadt war. Seit 2016 lockt im September das Musikfestival Wasted in Jarmen Besucher an, und der Motoballclub MSC Jarmen wurde mehrfach DDR-Meister.
2.845 Menschen leben auf 32,1 km², das ergibt 89 je Quadratkilometer. Über die A20 und die B110 zwischen Demmin und Anklam ist Jarmen gut angebunden, Nachbarorte sind unter anderem Bentzin und Gützkow.