Über die Postleitzahl 18239
Rund 20 Kilometer südwestlich von Rostock, am Satower See in einem teils hügeligen Gebiet, liegt die Gemeinde Satow, die praktisch die gesamte PLZ 18239 ausmacht und für ihre Umgebung als Grundzentrum dient. Bereits im 13. Jahrhundert kam das Gut Satow in den Besitz eines westfälischen Zisterzienserklosters, dessen Mönche eine erste Kirche im Übergangsstil zwischen Romanik und Gotik errichteten; sie war im 19. Jahrhundert so baufällig, dass eine neue neogotische Dorfkirche entstand – ihre Ruine steht bis heute auf einem parkähnlichen Gelände.
Die heutige Gemeinde entstand erst 2003 durch den Zusammenschluss von sechs zuvor eigenständigen Gemeinden des ehemaligen Amtes Satow, darunter Hanstorf mit einer Feldsteinkirche von etwa 1250 und Heiligenhagen, das 1232 noch Wildeshusen hieß und durch westfälische Bauern besiedelt wurde. Nach 1990 entwickelte sich Satow zu einem Zentrum der aus der Slowakei ausgesiedelten Karpatendeutschen, die hier bis heute einen eigenen Ortsverband unterhalten.
Auf 119,4 km² leben in der PLZ 18239 6.065 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 51 je Quadratkilometer. Satow liegt an den Landesstraßen nach Wismar, Rostock und Bützow, mit eigener Anschlussstelle Kröpelin an der Bundesautobahn 20, jedoch ohne eigenen Bahnanschluss.