Über die Postleitzahl 19205
Diese Postleitzahl deckt weite Teile des Amtes Gadebusch im Landkreis Nordwestmecklenburg ab: die Kleinstadt Gadebusch selbst als Verwaltungssitz sowie umliegende Gemeinden wie Krembz, Veelböken, Roggendorf, Mühlen Eichsen, Dragun, Kneese, Pokrent, Rögnitz und Holdorf. In Gadebusch verlief der Zweite Weltkrieg vergleichsweise glimpflich, nur zwei Bomben fielen ohne nennenswerten Schaden; am 13. November 1945 einigten sich hier britische und sowjetische Militärvertreter in einem eigens benannten Abkommen auf eine Korrektur des Grenzverlaufs zwischen Mecklenburg und Schleswig-Holstein. Ab 1991 wurde der historische Stadtkern mit Rathaus und Burg umfassend saniert.
In Krembz errichteten die Raubritter von Lützow 1348 eine Veste, die Herzog Erich von Sachsen-Lauenburg 1392 zerstören ließ. Roggendorf wurde bereits 1194 erstmals als „Rotgentorp“ erwähnt, 1369 besiegte Herzog Albrecht II. von Mecklenburg hier den Herzog Magnus II. von Lüneburg; das heutige neobarocke Herrenhaus ließ 1888 Carl Hermann Theodor Haase nach Plänen des Hamburger Architekten Martin Haller errichten. In Mühlen Eichsen entwickelte sich die benachbarte Klosterkirche im Ortsteil Groß Eichsen einst zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort, den auch die mecklenburgische Herzogsfamilie aufsuchte.
Auf 244,5 km² zählt die PLZ 19205 10.648 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 44 je Quadratkilometer. Sie grenzt an Brüsewitz und Lützow sowie an die Region um Rehna und Carlow, Wittenburg und Wittendörp, Zarrentin und Grevesmühlen.