Über die Postleitzahl 19370
Parchim, Kreisstadt des Landkreises Ludwigslust-Parchim, füllt die Postleitzahl 19370 fast vollständig aus. Der slawische Name wird entweder auf einen Sonnengott Parchom zurückgeführt oder, nüchterner, vom polnisch-niedersorbischen Wort für Räude abgeleitet. Eine Burg Parchim wurde 1170 erstmals urkundlich erwähnt, erweitertes Stadtrecht erhielt der Ort 1225/26 durch Heinrich Borwin II., und von 1238 bis 1248 war Parchim sogar Residenz eines eigenen Fürstentums.
Der historische Stadtkern mit den zwei Zentren um St. Georgen und St. Marien wird von der Elde durchflossen, die hier mehrere Arme und Inseln bildet. Die gotische Pfarrkirche St. Georgen, eine Backstein-Hallenkirche von 1289, bewahrt Reste mittelalterlicher Wandmalereien. Über gut hundertfünfzig Jahre hinweg, von 1545 bis 1683, gerieten in Parchim mehr als drei Dutzend Menschen in Hexenprozesse. Als der Erste Weltkrieg begann, richtete man am Stadtrand ein Gefangenenlager für Kriegsgefangene ein, das mit Platz für Zehntausende Gefangene zu den größten seiner Art im Land zählte. Auf dem Mecklenburgring, einer Langbahn mit Weltmeisterschaftsbedingungen, finden bis heute internationale Sandbahnrennen statt.
Die PLZ 19370 misst 101,1 km² und zählt 17.349 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 172 je Quadratkilometer. Parchim liegt an den Bundesstraßen 191 zwischen Ludwigslust und Lübz sowie 321 zur Anschlussstelle Suckow an der A 24. Südwestlich schließt die Nachbar-PLZ 19372 mit Spornitz an.