Über die Postleitzahl 21039
Zwei Bundesländer teilen sich die Postleitzahl 21039. Etwa zwei Drittel der Fläche gehören zum Hamburger Bezirk Bergedorf, dem südöstlichen der sieben Bezirke: ganz Altengamme und Curslack, Teile von Neuengamme und der Weiler Borghorst. Der Rest liegt im schleswig-holsteinischen Kreis Herzogtum Lauenburg – Börnsen mit Neu-Börnsen und Escheburg mit Voßmoor, beide im Amt Hohe Elbgeest, dazu ein kleines Stück von Kröppelshagen-Fahrendorf mit dem Dorf Fahrendorf.
Die drei Hamburger Stadtteile bilden seit dem 16. Jahrhundert gemeinsam mit Kirchwerder die Vierlande. Altengamme und Curslack werden 1188 erstmals genannt, als sie zusammen einen Deichverband gründeten. Ab 1420 teilten sich Hamburg und Lübeck die Herrschaft. Wie nass das Land einst war, steckt im Namen Curslack: Er geht auf Cuwerslake zurück, eine tiefliegende Sumpfwiese, in die leicht Wasser eindrang. Bis zum Bau der Tatenberger Schleuse in den 1950er Jahren wurde die Gegend immer wieder überflutet, darum sind die Wände alter Curslacker Häuser gekachelt. In Altengamme hängt in der Kirche St. Nicolai die Glocke „Celsa“ von 1487, die bis zu dessen Abbruch im Hamburger Mariendom hing und 1804 hierher kam. In Neuengamme bestand von 1938 bis 1945 ein Konzentrationslager, an das eine Gedenkstätte erinnert.
Auf der schleswig-holsteinischen Seite erscheint Börnsen 1217 als Burnessem, gedeutet als Heim an der Quelle; Funde in der Feldmark weisen bis in die Steinzeit zurück. Escheburg entstand während der hochmittelalterlichen Ostsiedlung und war von 1650 bis 1838 Poststation an der Strecke von Lauenburg nach Hamburg. In Voßmoor erinnert die Welfenbrücke von 1777 an die hannoversche Zeit.
Die gesamte PLZ misst 55,2 km²; der Zensus zählt hier 16.159 Einwohnerinnen und Einwohner, im Mittel 293 je Quadratkilometer. Zu den Nachbarn gehören Geesthacht, Reinbek, Wentorf, Hohenhorn und Winsen. Auf den Kennzeichen steht HH oder RZ.