Über die Postleitzahl 21256
Südwestlich von Buchholz in der Nordheide, eingebettet zwischen den Flüssen Este und Seeve, liegt die Gemeinde Handeloh, die fast vollständig die Postleitzahl 21256 bildet. Zu ihr gehören neben dem Hauptort auch Höckel, Inzmühlen und Wörme; verwaltet wird die Gemeinde von der Samtgemeinde Tostedt.
Bis 1936 hieß der Ort Handorf, wurde aber wegen der Namensgleichheit mit einem Handorf im Landkreis Lüneburg umbenannt – als Vorbild für den neuen Namen diente das benachbarte Undeloh. Im April 1945 hielt hier, nach einer viertägigen Irrfahrt, ein Zug mit 5000 Häftlingen eines Konzentrationslagers auf dem Weg von Nordhausen nach Bergen-Belsen. Die Handeloher Bevölkerung spendete binnen weniger Stunden Kartoffeln, Brot und Wasser, dennoch starben mindestens 75 Personen an Hunger, Durst und Erschöpfung; sie wurden zunächst nahe dem Bahnhof begraben, später auf dem Gemeindefriedhof umgebettet.
In Höckel, das erstmals 1352 unter dem Namen „Höckelingen“ erwähnt wurde, zeugen undatierte Grabhügel südlich des Ortes von jungsteinzeitlicher Besiedlung. Der Ortsteil Inzmühlen zählte in vorpreußischer Zeit zum Amtsbereich Winsen an der Luhe und war zeitweise Teil der Gemeinde Wehlen. An der Heidebahn liegen die Stationen Handeloh und Büsenbachtal, letztere erschließt das gleichnamige Wandergebiet bei Wörme.
Auf 26,9 km² zählt die Postleitzahl 2.399 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 89 je Quadratkilometer. Nachbarn sind Buchholz in der Nordheide, Tostedt, Welle und Undeloh.