Über die Postleitzahl 21354
Zu beiden Seiten der Elbe liegt die Kleinstadt Bleckede im Landkreis Lüneburg, die nahezu die gesamte Postleitzahl 21354 stellt. Zur Stadt gehören zahlreiche Ortsteile, darunter Barskamp, Göddingen, Walmsburg, Breetze, Karze, Brackede und Radegast, die fast alle erst 1974 im Zuge der Gebietsreform eingemeindet wurden.
Bleckede erhielt 1293 gemeinsam mit anderen Städten das Münzrecht, offizielle Stadtrechte folgten aber erst 1310, verbunden mit der Auflage, den Ort zu befestigen. Eine Feuersbrunst legte 1666 den gesamten Ort in Schutt und Asche. Zum Ende des Ersten Weltkriegs errichtete die Kaiserliche Marine bei Bleckede ein sehr großes Ölnachschublager, und im Ortsteil Alt Garge ließen die Hamburgischen Electricitäts-Werke während der NS-Zeit ein Kohlekraftwerk durch KZ-Häftlinge errichten.
Barskamp, dessen Kirchturm als alter Wehrturm auf die Zeit um 950 datiert wird, war schon in der Jungsteinzeit besiedelt, wie die dortige Megalithanlage zeigt. In Garze ließen sich die Herren von dem Berge ab der Mitte des 15. Jahrhunderts in einem befestigten Sitz nieder, der nach deren Aussterben 1623 zum Amtssitz wurde, ehe das Amtshaus 1817 abgebrochen wurde. Mehrere Ortsteile wie Göddingen, Karze und Brackede waren bis 1974 über die Bleckeder Kreisbahn an das Schienennetz angebunden.
Auf 123,3 km² leben in dieser Postleitzahl 9.076 Menschen, das entspricht 74 je Quadratkilometer. Das gesamte Stadtgebiet liegt im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue; Nachbarn sind unter anderem Boizenburg, Dahlenburg und Hohnstorf.