Über die Postleitzahl 22045
Tonndorf und Jenfeld, zwei benachbarte Stadtteile im Hamburger Bezirk Wandsbek, bilden gemeinsam diese Postleitzahl. Beide waren einst eigenständige Dörfer im holsteinischen Kreis Stormarn und kamen erst 1927 zur Stadt Wandsbek, ehe sie 1937 mit dem Groß-Hamburg-Gesetz an Hamburg fielen.
Tonndorf hieß ursprünglich Todendorpe und wird 1314 erstmals als recht großes Dorf mit acht Hufen erwähnt; der Name soll auf einen Dorfgründer namens Todo zurückgehen. 1342 verkauften die damaligen Besitzer das Dorf für rund 25½ Kilogramm Silber an das Kloster Reinbek, später kam es an einen Wandsbeker Gutsherrn, der sich besonders für die vier Mühlen an der Wandse interessierte. Jenfeld dagegen ist seit 2001 Sitz des Hamburger Fußball-Verbands, der dort auch seine eigene Sportschule mit Sporthalle und Rasenplätzen betreibt – ein Kontrast zur militärischen Nutzung großer Flächen im Stadtteil während des 20. Jahrhunderts.
Zusammen zählt die Postleitzahl 26.095 Einwohnerinnen und Einwohner auf 5,3 km², das entspricht 4.919 je Quadratkilometer. Grabfunde im Bereich der Rahlau belegen zudem eine sächsische Siedlung aus dem achten Jahrhundert.