Über die Postleitzahl 23684
Während die Küste der Gemeinde Scharbeutz eine eigene Postleitzahl trägt, fasst 23684 deren Binnenland im Kreis Ostholstein zusammen: die Dörfer Gleschendorf, Pönitz, Klingberg, Gronenberg, Schulendorf, Wulfsdorf und Schürsdorf. Gleschendorf, 1259 als „Golesko“ erstmals erwähnt, war mit seiner Kirche lange Verwaltungsmittelpunkt der Umgebung, bis die Ostseeorte an Bedeutung gewannen; erst 1974 ging die eigenständige Gemeinde Gleschendorf mit Pönitz, Schulendorf, Steenrade und Wulfsdorf in der neuen Gemeinde Scharbeutz auf.
Pönitz, bis 1934 noch „Bahnhof Gleschendorf“ genannt, liegt zwischen dem Großen und dem Kleinen Pönitzer See und gab der Pönitzer Seenplatte am Beginn der Holsteinischen Schweiz ihren Namen. Klingberg wiederum entstand erst 1903 als Siedlung des sächsischen Lebensreformers Paul Zimmermann, der hier 1926 einen Freilichtpark für Anhänger der Nacktkultur eröffnete – ungewöhnlich für ein Dorf, dessen Umgebung zugleich jungsteinzeitliche Hügelgräber bewahrt. In Klingberg steht mit Gut Garkau zudem eine 1922 bis 1926 vom Bauhaus-Architekten Hugo Häring errichtete Gutsanlage.
5.043 Menschen leben auf den 37,8 km² dieser Postleitzahl, das entspricht 134 Einwohnern je km². Über die nahe Bundesautobahn 1 und die B 432 ist die Gegend an das Fernstraßennetz angebunden, westlich grenzt die Gemeinde Ahrensbök an.