Über die Postleitzahl 24864
Brodersby-Goltoft im Amt Südangeln, Kreis Schleswig-Flensburg, bildet mit seinen beiden Ortskernen fast das gesamte Gebiet dieser Postleitzahl: Brodersby nimmt gut drei Viertel der Fläche ein, Goltoft rund ein Fünftel. Dazu gehören Weiler wie Geel, Knös und Royum sowie der Ortsteil Burg.
Die beiden Orte trugen bis zu ihrer Fusion 2018 eigene Gemeindenamen; Brodersby wird bereits 1268 erwähnt, Goltoft 1386 als „Siedlungsplatz in unfruchtbarem Gelände“. In Brodersby steht die St.-Andreas-Kirche, vermutlich schon im späten 12. Jahrhundert auf einer heidnischen Kultstätte errichtet und die am ursprünglichsten erhaltene Kirche Angelns; auf dem Friedhof erinnern Kreuze an die Gefechte von Missunde 1850 und 1864. Südlich davon lag einst eine Befestigung zum Schutz vor den Wenden, von der bis heute der Flurname Burg zeugt. In Goltoft stand früher auf dem sogenannten Karkbarg eine Kapelle, in der laut Überlieferung schon 1463 keine Gottesdienste mehr stattfanden; erhalten blieb nur der Straßenname Zum Kirchberg. Beide Orte liegen an der Schlei, sind seit 1995 als Erholungsort anerkannt und leben neben der Landwirtschaft vom Tourismus, mit Badestrand, Yachthafen und einem Campingplatz in Goltoft, der schon seit 1964 besteht.
Auf 13,4 km² zählt die Gemeinde 623 Einwohnerinnen und Einwohner, das macht eine Dichte von 46 je Quadratkilometer. Nachbarort jenseits der Schlei ist unter anderem Ulsnis, alle Orte hier führen das Kennzeichen SL.