Über die Postleitzahl 24963
Südlich von Flensburg, dort wo die Landschaft aus dem Angelner Hügelland in die Schleswiger Vorgeest übergeht, liegt die Postleitzahl 24963 mit den Gemeinden Tarp und Jerrishoe zu nahezu gleichen Teilen. Beide Ufer der Treene gehören zum Gemeindegebiet von Tarp, das dem Amt Oeversee als Verwaltungssitz dient, während Jerrishoe dem Amt Eggebek angehört.
Jerrishoe wurde 1196 erstmals als Erijshogh erwähnt; sein Name verweist entweder auf einen Mann namens Jerrik oder auf frühere Eisengewinnung aus Raseneisenerz, von der noch heute Schlackehaufen in den Wäldern zeugen. Tarp selbst ist seit dem 13. Jahrhundert als tadorpp belegt und gehörte bis zum Deutsch-Dänischen Krieg zum Kirchspiel Oeversee. Im 18. Jahrhundert ließ der dänische König Christian VI. hier zahlreiche Wallhecken, die sogenannten Knicks, anlegen, die das Gemeindegebiet bis heute prägen. Von 1956 bis 2005 war in Tarp ein Marinefliegergeschwader stationiert, dessen Kasernengelände inzwischen zum Neubaugebiet Schellenpark wurde. Sehenswert ist die Galerieholländerwindmühle Antje von 1882, benannt nach der Frau eines Malermeisters, mit angeschlossener Ausstellung zur Mühlengeschichte.
Auf 32,1 km² kommt die Postleitzahl 24963 auf 6.961 Einwohnerinnen und Einwohner, das sind 217 je Quadratkilometer. Über den Haltepunkt Tarp an der Bahnstrecke Neumünster–Flensburg besteht stündlicher Anschluss nach Hamburg und Flensburg.