Über die Postleitzahl 24976
Unmittelbar an der Staatsgrenze zu Dänemark, südlich von Flensburg, liegt die Gemeinde Handewitt, die den weit überwiegenden Teil der Postleitzahl 24976 bildet. Die heutige Gemeinde entstand 2008 durch den Zusammenschluss mit der Nachbargemeinde Jarplund-Weding, zu der auch Altholzkrug und Weding gehören, das inzwischen mit dem Flensburger Stadtteil Weiche zusammengewachsen ist.
Handewitt wurde bereits 1231 im Waldemar-Erdbuch als Hanaewith erwähnt und liegt am alten Ochsenweg, dem historischen Handelsweg durch Jütland; als Hauptort der Wiesharde wuchs es zu einer zentralen Siedlung der Region heran. Die auf dem Langberg errichtete Kirche stammt in ihrem Kern aus dem 13. Jahrhundert und wurde nach einem Blitzschlag 1883/84 neugotisch wiederaufgebaut. 1761 ließ König Friedrich V. in den neuen Ortsteilen Handewitt-Kolonie und Christiansheide Siedler aus der Pfalz und aus hessischen Gebieten nieder, deren Heimat zuvor verwüstet worden war. Am Ende des Zweiten Weltkriegs floh mancher NS-Größe über die sogenannte Rattenlinie Nord durch die Gegend nach Flensburg; im Ortsteil Gottrupel wurde 1946 der frühere KZ-Kommandant Rudolf Höß unter falschem Namen aufgespürt und festgenommen.
Auf 13,5 km² zählt die Postleitzahl 24976 4.285 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 316 je Quadratkilometer. Direkt an der Autobahn liegt der 2006 eröffnete Scandinavian Park, ein auf skandinavische Kunden ausgerichtetes Einkaufs- und Gewerbezentrum.