Über die Postleitzahl 25856
Im früheren Flusstal der Arlau, ein Stück nördlich der Kreisstadt Husum, liegt die Postleitzahl 25856, geprägt von der Geestrandsiedlung Hattstedt und der vorgelagerten Marschgemeinde Hattstedtermarsch sowie dem kleineren Wobbenbüll. Alle drei gehören zum Amt Nordsee-Treene.
Hattstedt taucht bereits im 13. Jahrhundert in einem dänischen Landverzeichnis unter dem Namen Hattastath auf, benannt nach einem Mann namens Hatto; um 1240 folgt die erste Erwähnung der Marienkirche, deren markanter Turm um 1500 entstand. Bei archäologischen Grabungen 2024 kamen im Ort zwei bis dahin unbekannte, bereits gestörte Großsteingräber der Jungsteinzeit zutage, samt einem vollständigen Gefäß der Trichterbecherkultur. Der Schriftsteller Theodor Storm gab hier auch privat seine Vermählung, unter den bis heute erhaltenen „Storm-Linden“, und der Ort lieferte ihm zudem den Schauplatz für seine Novelle „Zur Chronik von Grieshuus“. Die Hattstedtermarsch entstand aus der Eindeichung des Hattstedter Alten Kooges in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts und des Neuen Kooges um 1500; nach schweren Sturmfluten 1962 und 1976 führte dies schließlich zum Bau des Beltringharder Kooges, der die Gemeinde zugleich ihrer Badestellen beraubte. Wobbenbüll wiederum geht möglicherweise auf Flüchtlinge der Zweiten Marcellusflut von 1362 zurück, die hier eine neue Heimat suchten.
3.345 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 32,2 km², das entspricht 104 je Quadratkilometer. Nachbar-Postleitzahlen liegen bei Husum im Süden, bei Bredstedt im Norden sowie bei Ahrenshöft und Horstedt im Osten.