Über die Postleitzahl 25859
Die Postleitzahl 25859 gehört fast vollständig der Hallig Hooge, der zweitgrößten der zehn Halligen im nordfriesischen Wattenmeer. Die Gemeinde umfasst neben Hooge selbst auch die unbewohnte Hallig Norderoog und gliedert sich in zehn Warften, darunter Hanswarft, Kirchwarft und Ockelützwarft, die als kleine Erhebungen den einzigen Schutz vor der See boten, ehe Hooge vor dem Ersten Weltkrieg einen Steindeich erhielt.
Vor der Zweiten Marcellusflut von 1362 gehörte Hooge zur größeren Insel Strand und hatte damals ein eigenes Gotteshaus; danach war die Hallig auf die Alte Kirche auf Pellworm angewiesen, die man bei Ebbe noch zu Fuß erreichen konnte, bis sich das Watt im 17. Jahrhundert weiter vertiefte. Um 1600 zählte die Hallig noch 22 Warften, und im 18. Jahrhundert galt sie dank Seefahrt, Viehzucht und Wollerzeugung als die reichste unter den Halligen. In den 1920er Jahren versuchte man unter Bürgermeister Max Kühn sogar Ackerbau auf Hanswarft und Ipkenswarft, doch wiederholte Überflutungen trugen die Ackerkrume ab und machten das Vorhaben unwirtschaftlich. Bis heute wird die Hallig mehrmals im Jahr von sogenanntem „Land unter“ heimgesucht, wenn die See über die Warften hinweggeht. Unter allen Halligen verzeichnet Hooge die mit Abstand meisten Tagesgäste, und die Wirtschaft hängt inzwischen überwiegend vom Tourismus ab.
Auf 5,7 km² leben 92 Menschen, das ergibt eine Dichte von 16 je Quadratkilometer. Fährverbindungen bestehen ganzjährig nach Schlüttsiel und Langeneß, im Sommer zusätzlich nach Nordstrand, Amrum und Sylt.