Über die Postleitzahl 25938
Zwölf Gemeinden auf der Nordseeinsel Föhr teilen sich die Postleitzahl 25938: die Stadt Wyk auf Föhr mit Boldixum und Südstrand sowie die Dörfer Oldsum, Oevenum, Alkersum, Midlum, Nieblum, Wrixum, Borgsum, Utersum, Süderende, Dunsum und Witsum. Sie liegen in Schleswig-Holstein, zählen zum Kreis Nordfriesland und werden gemeinsam vom Amt Föhr-Amrum verwaltet. Eine angrenzende Postleitzahl gibt es nicht, ringsum ist Wasser.
Fast alle Dorfnamen der Insel enden auf -um; Ausnahmen sind nur Süderende und Goting, ein Ortsteil von Nieblum. Wegen seiner Endung auf -ing hält man Goting für das womöglich älteste Dorf Föhrs. Bis 1864 war die Insel geteilt: Das Westerland gehörte als königliche Enklave direkt zu Dänemark, das Osterland mit Wyk zum Herzogtum Schleswig – die Trennlinie verlief mitten durch Nieblum. Mit dem Wechsel zu Schleswig-Holstein löste sich Süderende von Oldsum, dem seither eine unbewohnte Exklave südlich des neuen Nachbarn geblieben ist.
Wohlstand brachte einst der Walfang. Der Oldsumer Kommandeur Matthias Petersen, geboren 1632, erlegte 373 Wale und fand sein Grab an der Süderender St.-Laurentii-Kirche. Wyk dagegen entstand erst nach 1600, als Menschen, deren Land die Burchardiflut verwüstet hatte, an einer Bucht bei Boldixum neu siedelten. 1819 wurde es das erste Seebad im Herzogtum Schleswig, und König Friedrich VI. von Dänemark stiftete tausend junge Ulmen für die Allee am Sandwall. Weit älter ist die Lembecksburg bei Borgsum, ein Ringwall aus dem 9. Jahrhundert zum Schutz vor Wikingern, und in Oevenum wurde 1882 die erste Jugendfeuerwehr Deutschlands gegründet.
Auf 82,4 km² leben 8.253 Einwohnerinnen und Einwohner, im Schnitt 100 je Quadratkilometer. Wyk, Nieblum und Midlum wählt man mit der Vorwahl 04681 an, Oldsum, Utersum und Dunsum mit 04683; die Kennzeichen beginnen mit NF.