Über die Postleitzahl 26474
Zwischen Langeoog und Wangerooge liegt Spiekeroog, eine der ostfriesischen Düneninseln, als nördlichste Gemeinde des Landkreises Wittmund im niedersächsischen Wattenmeer. Zum Festland sind es mindestens 5,7 Kilometer, erreichbar ist die Insel über eine Fähre vom Sielhafen Neuharlingersiel.
Urkundlich erwähnt wurde die Düneninsel erstmals 1398 unter dem Namen Spickeroch, als sie Herzog Albrecht I. von Bayern übertragen und zugleich als Lehen zurückgegeben wurde. Mit dem Aufkommen des Seebädertourismus wurde Spiekeroog ab 1820 von Feriengästen besucht; bereits um 1850 boten 30 der damaligen Häuser Gästezimmer an, insgesamt mit 79 Betten. Seit 1969 trägt der Ort die Anerkennung als Nordseeheilbad, seit 1981 liegt der Hafen nahe dem Dorf. Als einzige der sieben bewohnten ostfriesischen Inseln besitzt Spiekeroog keinen Flugplatz, dafür ist sie bis auf Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge autofrei; größere Einrichtungen dürfen lediglich schmale, batteriebetriebene Minicars nutzen. 2021 erhielt die Insel wegen ihrer stark begrenzten künstlichen Beleuchtung den Titel Sterneninsel, verliehen von einer internationalen Vereinigung für dunkle Nachthimmel. Im alten Kapitänshaus von 1715 ist heute das Inselmuseum untergebracht, und 2007 wurde am Rand der Dünen die Bronzeplastik „De Utkieker“ des Künstlers Hannes Helmke aufgestellt.
Auf der Insel leben 646 Menschen auf 17,4 km², das ergibt eine Dichte von 37 Einwohnern je Quadratkilometer. Die Vorwahl lautet 04976, die Fahrzeuge tragen das Kennzeichen WTM.