Über die Postleitzahl 26571
Als schmale Düneninsel liegt Juist im niedersächsischen Wattenmeer, eingebettet zwischen Borkum und Norderney, im Landkreis Aurich. Mit 17 Kilometern Länge und nur 500 bis 900 Metern Breite ist sie die längste der ostfriesischen Inseln. Die Postleitzahl umfasst gut sechs Zehntel der Inselgemeinde sowie fast die gesamte, deutlich kleinere und unbewohnte Nachbarinsel Memmert.
Archäologische Funde, darunter ein 2002 entdeckter Schweinekopf im Sand, deuten auf eine Besiedlung Juists bereits vor dem 15. Jahrhundert hin; die erste urkundliche Erwähnung stammt von 1398. Die autofreie Insel ist als Nordseeheilbad anerkannt, die salzhaltige Seeluft gilt als hilfreich bei Atembeschwerden und Hautproblemen. Das Ortsbild bestimmen das 1898 eröffnete Strandhotel „Kurhaus“, auch „Weißes Schloss am Meer“ genannt, und der 1927/1928 errichtete, 13 Meter hohe Wasserturm auf der höchsten Düne der Insel. Im kleineren Ortsteil Loog erinnert das Inselmuseum an die maritime Geschichte, und im alten Inselbahnhof zeigt das Nationalpark-Haus unter anderem das Skelett eines 2001 gestrandeten Zwergwals. Memmert dagegen ist seit 1924 Naturschutzgebiet und darf nur mit Genehmigung der Nationalparkverwaltung betreten werden; dort lebt acht Monate im Jahr ein Vogelschutzwart.
Der Tourismus trägt die Insel: Im Jahr 2024 kamen deutlich mehr Feriengäste auf die Insel, als sie Einwohner zählt, mit weit über einer halben Million Übernachtungen. Auf 22,8 km² kommen 1.192 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 52 je Quadratkilometer.